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Neue Materialien in der Denkmalpflege? Ein Thema mit viel Diskussionspotential.

Dass auf dem Bau schon immer mit neuen Materialien experimentiert wird, ist nichts ungewöhnliches. Entwicklungen müssen sich schließlich auch erst etablieren. Manchmal funktioniert alles wie geplant, manchmal aber nicht. Wie handelt der Denkmalpfleger nun, wenn die historischen Materialien nicht gut funktioniert haben und es unwirtschaftlich wäre, ein Bauwerk mit genau den gleichen Materialien wieder herzurichten?

Um dieses Thema entbrennt schon seit jeher eine hitzige Diskussion nach der anderen. Die Sophienkirche in Berlin bietet ebenfalls Anlass für solche Debatten. Sie werden sogar provoziert.

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3 Thoughts to “Neue Materialien in der Denkmalpflege? Ein Thema mit viel Diskussionspotential.”

  1. Ute

    Liebe Kollegin, raumzeichner ist einfach gut gemacht. Gratulation und Grüße aus Österreich von Ute Stotter

    1. raumzeichner

      Danke, das freut mich sehr!

  2. Schöner Aufreißer, bravo! Und meine Meinung dazu: Die richtige Methode wenigstens für meine Kunden ist die, die am wenigsten Geld verschlingt bei größtmöglichem Substanzerhalt. Wo kein Kaiser mehr beprunkt werden muß und sowieso kaum einer in die Kirche geht, wo der Klingelbeutel ebenso Schwindsucht hat wie der Staatshaushalt, aus dem sich Denkmalgelder abzwacken lassen, darf die Prunksucht ruhig etwas weniger prangen.

    Ein hochherziger Spender hat jüngst an einer unserer Kirchenrenovierungen quasi alles aus privater Tasche gestiftet. Und sich obendrein eine vergoldete Königskrone an der Kirchturmspitze der Christ-König-Kirche gewünscht. Haben wir erledigt und die Denkmalpflege hat zu dieser neuen Zutat gerne ja gesagt. Doch das ist ein anderer Fall.

    Mein Motto: Wer zahlt, schafft an. Und wenn wir öffentliche oder private Gelder wg. Denkmalpflegetheorie verprunken, bekomme ich Bauchschmerzen und die Baukasse Schwindsucht. „Armut ist der beste Denkmalpfleger“ – da ist bestimmt was dran. Doch von der Not des Alltags abgehobene Gestaltungstheorien und gierige Denkmalprofis verfolgen weniger bestandserhaltende, als umsatzfördernde Theorien in der täglichen Baupraxis.

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