Wenn dich die Motivation verlässt

Wenn dich die Motivation verlässt, kurz davor alles hinzuwerfen? Studienkrise? Depressiv?

Du kennst das sicherlich. Das Gefühl, einfach keine Lust mehr zu haben. Du fragst dich, warum du den Mist hier eigentlich machst und warum du nicht einfach aufhörst.

Egal ob du dich durchs Studium quälst oder arbeitest, irgendwann hat doch jeder von uns diesen Punkt, an dem man denkt: WOZU?

Ich hatte ihn auch. Schon mehrfach. Während der Uni schon.

Was hat mir da geholfen?

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Bücherwünsche eines Architekten

WunschLiteratur eines Architekten

Da das Konsumfest Weihnachten nun naht und man sich mehr und mehr Gedanken darüber macht, was man den Lieben denn so zukommen lässt, fallen einem natürlich auch immer mehr Sachen auf, die einen selbst brennend interessieren, für die man aber noch nicht das passende Kleingeld hatte.

Was auf meiner vielleicht etwas speziellen Wunschliste steht,

zeige ich euch hier.

Hanok The Korean House

Hanok: The Korean House

zum Beispiel auf Amazon: http://amzn.to/1zNyEBF In recent decades, few nations have transformed themselves as radically as Korea. Amid Seoul’s glass-and-steel skyscrapers and luxury apartments, however, the traditional Korean home or Hanok is experiencing a surprising renaissance. Hanok: The Korean House showcases twelve very special Hanok that reflect today’s Korea—a country that’s putting a modern twist on traditional values. While the exteriors of these houses are indistinguishable from Hanok built decades ago, the interior designs have been completely updated.

Traditional materials of stone, wood, and clay are still the only components used in these houses. They also incorporate natural elements such as wind and sunlight, and baesanimsu—known in Chinese as feng shui—used to position the Hanok in harmony with the natural forces and geographical features of the site. But many of these new Hanok owners are architects who have incorporated open floor plans and cutting-edge architectural elements to create a more functional home.

Design for the Other 90%

Design for the other 90%

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Design for the Other 90% is an exhibition focusing on design for poor of the world, the 90% who cannot afford many things. The exhibition is on at Cooper-Hewitt, National Design Museum through September 23, 2007. Of the world’s total population of 6.5 billion, 5.8 billion people, or 90%, have little or no access to most of the products and services many of us take for granted; in fact, nearly half do not have regular access to food, clean water, or shelter. Design for the Other 90% explores a growing movement among designers to design low-cost solutions for this other 90%.

 

Wir leben in so viel Wohlstand und jammern dennoch. Es kann nicht schaden, sich immer mal wieder vor Augen zu führen, wie gut es uns eigentlich geht. Und es ist so interessant zu sehen, mit wie wenig andere Menschen auskommen. Zyniker mögen sagen „Ja, Wärmedämmung braucht man ja in Afrika auch nicht!“, aber so einfach ist es nicht. Egal ob es um Wassergewinnung oder Umweltkatastrophenopfer geht; es gibt genug Menschen, die wünschen sich einfach nur das Nötigste.

Architecture and Urbanism in Modern Korea

Architecture and Urbanism in Modern Korea

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This book traces the transformation of Koreas architecture and urban space over the course of the last hundred years, a period when the built environment changed so fundamentally as to make its transfigurations difficult to comprehensively understand.

Ich gebe ja zu, aufgrund meiner Interessen ist Korea auf meiner Wunschliste etwas stärker vertreten als die typische Star-Architektur, aber ist das hier auf dem Cover nicht eine Londoner Telefonzelle? Naja, gewisse Ähnlichkeiten sind jedenfalls vertreten.

 

Das Ego des Architekten

Das Ego des Architekten

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Wer steht nicht zuweilen ratlos vor der Mega-Architektur unserer Tage? Muss man ihr in jedem Fall Respekt bezeigen? Oder darf man nach der Berechtigung einer Architektur fragen, die ihren städte-baulichen und sozialen Kontext hochmütig ignoriert? Nach den Motiven ihrer Schöpfer und Auftraggeber, die ihr Ego über alles zu stellen scheinen? Wilhelm Kücker kennt die Malaise von innen und außen. In -prägnanten Kapiteln zeichnet er die Wege und Irrwege der Architekturmoderne von 1910 bis heute nach. Er demontiert Ikonen wie Le Corbusier, dem er das „Feindbild Mensch“ und die Neigung zu totalitären Regimen attestiert, bis hin zu Star-Architekten wie Herzog & Demeuron oder Philip Johnson. Wie nebenbei werden dem Leser die Augen für die essenziellen Fragen geöffnet. Was ist eine Stadt? Was soll Architektur? Seit wann gibt es überhaupt Architekten? Eindrucksvoll beschreibt Kücker den Abstieg des Berufsstands vom baumeisterlichen Künstler zum Dienstleister. Eine kritische, subjektiv-ironische, nie aber billig ressentimentgeladene Abrechnung, für Leute vom Fach und interessierte Laien.

 

Stadtsoziologie: Stadtentwicklung und Theorien

Stadtsoziologie: Stadtentwicklung und Theorien

zum Beispiel auf Amazon: http://amzn.to/1rWe2hq

Diese Einführung knüpft an das Lehrbuch zur Architektursoziologie an und stellt – nicht zuletzt durch zahlreiche Abbildungen und Schaubilder – die Soziologie der Stadt sehr anschaulich und nachvollziehbar dar. Die historischen und sozio-ökonomischen Grundlagen werden ebenso herausgearbeitet wie aktuelle Probleme der Stadtplanung.

Oh Schreck, ein Lehrbuch?

Ist sie denn von allen guten Geistern verlassen? Nein, denn erstens geht es um Stadt und zweitens um Soziologie! Das „Partnerbuch“ mit dem schönen Namen Architektursoziologie habe ich bereits voller Lesehunger verschlungen und euch in einer Rezension davon berichtet.

 

Design Like You Give a Damn

Design Like You Give a Damn

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Design Like you Give A Damn [2] is the indispensable handbook for anyone committed to building a better a more sustainable future. With the rise in social demand for recycling programs and sustainable living this second title in the Design Like you Give A Damn repertoire, documenting more than 1 00 new projects from around the world tunes into this fever pitch of change. This volume is packed with practical and ingenious design solutions that address the need for basic shelter, housing, education, health care, clean water and renewable energy. One-on-one interviews and provocative case studies demonstrate how innovative design is reimagining community and uplifting lives. From swing sets in refugee shelters, a co-ed skate-park in war-torn Afghanistan, to building material innovations such as smog-eating concrete to innovative public policy that is repainting Brazils‘ urban slums, Design Like you Give A Damn [2] serves as a how-to guide for anyone seeking to build change from the ground up.

 

Small Scale Big Change

Small Scale Big Change

zum Beispiel auf Amazon: http://amzn.to/1vkJneW

Andres Lepik war Kurator für Architektur am MoMA, New York und ist heute Leiter des Architekturmuseums München. Autor zahlreicher Publikationen, u.a. zu Mies van der Rohe und dem Bauhaus.

Kleine Änderungen können so viel bewirken, wenn es die richtigen sind und wenn man sie den richtigen Menschen zur Verfügung stellt.


Wie vielleicht ersichtlich wird, interessiere ich mich für Soziologie, für humanitäre Architektur und für Urbanität. Das sind die drei Themen neben der Denkmalpflege, die mich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr loslassen und zu denen ich auch immer wieder zurück gefunden habe. Was wünscht ihr euch denn so ins Bücherregal, egal ob zu Weihnachten oder ansonsten?

The Human Scale

The Human Scale ist ein beeindruckender Film über die Veränderung der Städte und wie die Menschen sich zunächst versuchen anzupassen, bevor sie ihre selbst geschaffene Umgebung anpassen, um besser in ihr leben zu können.

The Human Scale präsentiert die umgesetzten Visionen von Städtebauern und Architekten zur Verbesserung des Stadtlebens in gelungenen Beispielen.

Kennt ihr den Film schon und welche anderen, interessanten Filme über Städtebau und Architektur könnt ihr empfehlen?

Durch die Nacht streifen mit Lukas Furlan

LinkTipp_LukasFurlan

„Durch die Nacht streifen“ oder „roaming at night“ ist eine Foto-Reihe von Lukas Furlan, der in Wien studiert und eigentlich Landschaften viel lieber fotografiert als urbane Zusammenhänge. Da das Studium ihn aber oft nicht lässt, hat er die Flucht in die Natur zum Teil aufgegeben und nun bannt er seine städtische Umgebung in Pixel und schafft damit schöne Farb- und Lichtspiele, die sich wirklich eines Blickes als würdig erwiesen haben!

Wie anmutig und surreal triste Zweckbauten erscheinen können, wenn die Düsternis der Nacht die Schatten und den Dreck verschwinden lässt und die Lichter das Leben in den Vordergrund rücken, sieht man im folgenden Bild sehr deutlich.

 

Auf http://kwerfeldein.de/2014/11/01/durch-die-nacht-streifen/ gibt es weitere wunderbare Lichtspielbilder von Lukas Furlan.

Alle diese schönen Bilder sind von Lukas Furlan und NICHT von Raumzeichner.de!

Kleine Städte – große Projekte

8. Stadt.Umbau.Salon in Kaiserslautern

Die Raumpiraten besetzen zwar keine Raumschiffe, aber sie entern Leerstände. Sie horten ihre Schätze darin, teilen sie aber ganz offenherzig mit allen, die sich dafür interessieren.
Doch wofür muss man sich eigentlich interessieren, damit die Raumpiraten mit einem teilen? Read more

Das Fernweh des Architekten.

Das Fernweh des Architekten - Artikel

Wer lernen will, muss reisen.

Architekten und Städtebauer sind nicht die einzigen, die das Reisen lieben, doch gerade diese beiden Berufe können kaum anders lernen. Man lernt am besten mit allen Sinnen. Architekten und Städtebauer beschäftigen sich mit Gebäuden, Plätzen, ganzen Städten. Ihre Passion sind urbane Strukturen und die wollen sie verstehen, damit das Wissen der früheren Generationen rekonstruiert und angewandt werden kann.

Reisen zum Studieren

Warum wirken manche Plätze einladend und heimelig während andere offen und abweisend erscheinen? Ist nicht unser aller Anliegen, offene und weitläufige Plätze in Städten zu haben um urbanes Leben zu pflegen? Nein, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt viele Parameter, warum ein Platz wirkt und funktioniert. Dabei reicht es nicht, von Plätzen und ihrer wunderbaren oder schrecklichen Ausstrahlung zu lesen und darüber zu diskutieren. Als Diskussionsgrundlage dient einzig die eigene Erfahrung und das eigene Empfinden.
Das gleiche gilt für Gebäude. Es reicht nicht, über Sinn und Unsinn von Grundrissen und Raumfolgen zu diskutieren, wenn man das Ambiente nicht erlebt hat. Gebäude können durchaus unwirtschaftlich geplant worden sein und erfüllen dennoch jeden gewollten Zweck, wenn sie nur die richtige Stimmung im Besucher hervorrufen.
Ob es repräsentierende Treppenkonstruktionen sind oder gemütliche private Galerien, es kommt auf die verwendeten Materialien an, auf das natürliche Licht, die künstliche Lichtführung, auf Haptik, Geruch und Schallentwicklung.
So viele Aspekte können nur durch das Begehen und Erleben dieser urbanen oder architektonischen Räume erkannt und verwertet werden.

Der Architekt als Tourist

Als Architekt regt man sich gern über die Touristen auf, die knipsend durch die Städte eilen und an den interessantesten Gebäuden achtlos vorbei rennen. Er ist auch ein Tourist in einer fremden Stadt, aber er geht mit einem völlig anderen Blick hindurch, obwohl er die gleichen Empfindungen hat, wie der ‚gemeine Tourist‘. Eine Reise ist für einen Architekten weniger Erholung, sondern viel mehr eine Schulung.

Rom Siedlung Garbatella

Während andere sich in Cafés amüsieren und der fremden Sprache lauschen, analysiert das Architektenhirn, ob dieser Ort nicht besser hätte konzeptioniert werden können. Regionale Eigenheiten werden erkannt, analysiert und innerlich ausgewertet. Gegenden und Plätze werden miteinander verglichen und Fotos haben einen dokumentarischen Stellenwert.
Während der Otto-Normal-Tourist seine liebsten vor die Linse bekommen will, ist der Architekt froh, wenn möglichst keine Menschen das Bild der ruhenden Stadt stören.

Abseits vom Tourismus

Da Touristenströme immer im Weg rum stehen, flieht der Architekt in abgelegene Gassen!
Nein, natürlich nicht. Aber den Touristen der hürdenhaft auftretenden Spezies „Architekt“ interessieren beispielsweise auch Wohnsiedlungen, die geplanter Maßen entstanden sind. Sie üben die gleiche Faszination wie Plätze aus. Sie funktionieren oder funktionieren nicht. Das Ergründen dieser Qualitäten liegt dem Architekten so im Blut, dass er sich selbst ein Bild davon machen will, und dafür teilweise sogar weit fährt.

Rom Siedlung Garbatella

So machen sich Architekten nicht selten auf in heruntergekommene Gegenden, in denen der Putz nur noch durch die Wäscheleinen an der Wand gehalten wird und die Fensterläden schon längst als improvisierte Tischplatten missbraucht wurden. Wo die Mauersteine nur noch aus reiner Gewohnheit das Dach in die Höhe halten und der Müll durch die Gassen weht, packt den Architekten Wehmut und er will herausfinden, warum die Siedlung nicht mehr so genutzt wird, wie sie einmal sollte. Oft erkennt er noch die erdachten Raumqualitäten, aber Zeit und der Unwille, Gebäude und Straßenzüge zu pflegen, haben auch den besten Entwurfsgedanken verkommen lassen. – Und dann entbrennt in ihm der Wunsch, es später einmal besser zu machen, denn er weiß ja nun, worauf es ankommt. Und wenn nicht, wird er sich noch weitere Tage lang den Kopf zerbrechen, bis er die räumlichen Strukturen mit seinem Geist durchdrungen.

Die Finanzierung der Studienreisen

Während manche Studenten reiche Eltern haben und einfach hin reisen können, wohin sie wollen, ist der Durchschnittsstudent und -architekt gar nicht gut genug betucht, um alles genau so zu machen, wie er gern würde.
Eine Methode, dennoch viel zu reisen ist folgende:
Ab und an gibt es Last-Minute-Angebote von Fluglinien, denn ein günstig verkauftes Ticket ist besser als ein leerer Sitz. Wenn man also spontan ist, kann man zum Flughafen gehen und den erstbesten Flug nehmen. Er wird schon in eine interessante Stadt führen, denn jedes Fleckchen Erde hat irgendetwas an sich, das den Planer interessiert. Man muss nur offen dafür sein. Sogar ‚langweilige‘ Reisen sind Reisen, während denen man etwas lernen kann, denn dann kann analysiert werden, warum diese Orte so wenig ansprechend sind. – Und es dann später besser machen.
Eine weitere Methode ist „Blind Booking“. Man hat einen Preis und sucht sich einen Abflughafen sowie ein Abflugdatum raus. Ein paar Tage später erfährt man dann, wohin die Reise geht. Diese Angebote sind aber schnell ausgebucht und meist begrenzt, man sollte sich also sputen.
Meine erste Blind-Booking Erfahrung wird mich nächstes Jahr nach Riga in Lettland führen. Um auch das Meiste aus dem Trip heraus zu holen, sollte man möglichst bald mit den Recherchen anfangen. Je mehr man über den Ort weiß, den man bereist, desto mehr Interessantes fällt einem auf und desto mehr Nutzen kann man aus der Reise ziehen.

Das immerwährende Fernweh

Städte, die ich bereist habe.

Hier eine kleine Auflistung von Städten, die ich bereist habe oder in denen ich sogar gelebt habe. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig und in manche Städte sollte man durchaus auch öfter mal fahren. Die Erinnerungen verblassen langsam und durch neue Erfahrungen lassen sich neue Eindrücke sammeln.

Bewohnt:

  • Berlin (geboren und aufgewachsen)
  • Nürnberg (2007-2008)

Bereist:

Deutschland:

  • Rothenburg ob der Tauber
  • Mannheim
  • Frankfurt am Main
  • Leipzig
  • Hamburg

Ausland:

  • Venedig (Italien, 2004)
  • Amsterdam (Niederlande, 2007)
  • Prag (Tschechien, 2009)
  • Paris (Frankreich, 2010)
  • Zürich (Schweiz, 2011, …)
  • London (UK, 2011, 2012,…)
  • Karnity (Polen, 2011)
  • Kaliningrad (Kaliningrad, 2011)
  • Kopenhagen (Dänemark, 2011)
  • Rom (Italien, 2012)
  • Santander (Spanien, 2012)
  • Bern (Schweiz, 2013, …)

Orte, die ich noch bereisen möchte oder werde.

Wünsche:

  • Seoul & Busan (Südkorea)
  • St. Petersburg (Russland)

Pläne:

Deutschland:
  • Köln
  • Bonn
  • Görlitz
Ausland:
  • Riga (Lettland, Anfang 2015)

 


Dieser Beitrag ist ein Teil der Fernweh-Blogparade.

 

Städtebaudiskussionen ohne Architekten?

Die Bauwelt spricht durch Jan Friedrich aus Berlin heute davon, dass Stadtbauentwicklung meint, ganz ohne Architekten auskommen zu wollen. Stadtentwicklung gibt zwar erstmal nur den Rahmen an, doch sollten die, die den Rahmen später füllen, vielleicht auch ein wenig mitreden dürfen, denn immerhin haben sie mit dem Füllen schon recht viel Erfahrung gemacht. Wie schwer es Stadtplanern fällt in den kleinteiligeren Dimensionen der später zu bauenden Häuser zu denken, merkt man schon an der Universität. Daher wäre ein Blick mit dem Stift sicher gar nicht so schlecht. Allerdings könnten Einwände natürlich unangenehm sein, daher lässt man die Architekten einfach mal außen vor… Sicher ist sicher.

Jan Friedrich, Berlin, Bauwelt Redaktion

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